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6 Sonnenschutz-Tipps – kinderleicht den Sommer genießen

Nicht nur als Dermatologe, sondern auch als Familienvater liegt mir das Thema Sonnenschutz bei Kindern sehr am Herzen. In meiner Praxis berate ich viele Familien und als Referent der Präventionskampagne „SunPass – gesunder Sonnenspaß für Kinder“ besuche ich auch viele Kitas gemeinsam mit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz um über das Thema Sonnenschutz zu sprechen. Je früher empfindliche Kinderhaut durch die Sonne geschädigt wird, desto größer ist für diese Kinder später das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb ist es sehr wichtig, von Anfang an vorzubeugen. Mit meinen 6 Tipps verrate ich wie dies gelingt.

1. Hohen Lichtschutzfaktor verwenden

Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser. Ganz egal, ob man mit seinen Kindern den Tag im Schwimmbad verbringt oder auf dem Spielplatz spielt, Kinder brauchen ein zuverlässiges Sonnenschutzmittel. Zu empfehlen ist hier mindestens der LSF 30, im Urlaub auch gerne LSF 50 oder höher.  Prinzipiell sollte man aus Sicherheitsgründen eher immer den höheren LSF 50 verwenden.
Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie lange sich ein Kind nach dem eincremen in der Sonne aufhalten kann. Geht man davon aus, dass die Eigenschutzzeit eines Kindes ca. 5 Minuten beträgt, so könnte es sich nach dem Auftragen einer Sonnencreme mit LSF 30 ca. 150 Minuten in der Sonne aufhalten. Diese Zeit sollte man jedoch nicht bis zur letzten Minute ausreizen. Erneutes eincremen hält zwar den Sonnenschutz aufrecht, verlängert jedoch nicht die Gesamtzeit, die ein Kind in der Sonne bleiben sollte.

2. Spezielle Sonnencreme für Kinder kaufen

Sonnencremes für Kinder enthalten weniger Inhaltsstoffe und sind daher besser für zarte Kinderhaut geeignet. Auch für Kinder mit empfindlicher oder zu Allergien neigender Haut gibt es hier spezielle Cremes. Sehr wichtig bei der Wahl ist jedoch, dass die Sonnencreme sowohl vor UVA- als auch UVB-Strahlung schützt.

3. Großzügig und mehrmals am Tag eincremen

Beim Auftragen der Sonnencreme sollte man nicht sparsam sein, viel hilft hier wirklich viel. Der Sonnenschutz kann sich erst dann entfalten, wenn die Creme großzügig verwendet wird. Ein kleiner Trick bei der Dosierung: Einfach einen Streifen Sonnencreme der Länge nach auf den Zeigefinger des Kindes aufbringen. Genau diese Menge Creme wird für (fast) jedes Körperteil des Kindes benötigt. Man benötigt 1 Fingerlänge für den Kopf, 2 für den Rumpf vorne, 2 für den Rumpf hinten, je eine Fingerlänge je Arm und 2 Fingerlängen je Bein. Ganz wichtig ist, dass man den Nacken, die Ohren, die Füße und natürlich die Nase nicht vergisst. Auch bei wasserfester Sonnencreme sollte man sein Kind in regelmäßigen Abständen eincremen.

4. Mittagssonne meiden

Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am stärksten. Daher sollte man die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden. Auch wenn man sich in dieser Zeit im Schatten aufhält, sollte man die Sonnenstrahlung nicht unterschätzen. Selbst unter einem Sonnenschirm kommt noch 50% der UV-Strahlung an.

5. Kleidung schützt auch vor Sonne

Nicht nur ein Sonnenhut mit breiter Krempe, sondern auch UV-Kleidung hilft vor den UV-Strahlen der Sonne. Hierbei sollte man eine Kleidung mit einem LSF von mindestens 30 kaufen.

6. Augen schützen

Nicht nur die Haut, auch die Augen sollten vor der Sonne geschützt werden. Gerade am Meer und in den Bergen ist die Sonnenstrahlung besonders intensiv. Daher ist es wichtig, dass auch Kinder schon eine Sonnenbrille tragen, die sie vor Blendung und UV-Strahlen schützt. Hier sollte man besonders auf die Qualität der Sonnenbrille achten. Aber beim Kauf einer Brille mit dem CE-Qualitätszeichen und UV-Schutz 400 können Sie nichts falsch machen.

Ich wünsche Euch eine tolle Sommer-Sonnen-Zeit,

Euer
Martin


Ich bin Martin, Vater von 3 Mädchen und Hautarzt in Kaiserslautern.

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