DER KREATIV-BLOG FÜR FAMILIEN MIT KINDERN

Die unendliche 5 Minuten Geschichte

Paula die Fee, Pippo und das wilde Piratenleben, das 99. Schaf. Es gibt so viele tolle Kurzgeschichten, die man Kindern zum Einschlafen vorlesen kann. Viele davon findet man in Gute-Nacht-Büchern mit sogenannten Kurzgeschichten, die nur wenige Minuten dauern. Toll, dachte ich anfangs in meiner jugendlichen Euphorie, das Kind schläft nach einem kurzen Abendritual und ich kann nach einem langen Tag den restlichen Abend gemütlich auf der Couch verbringen oder was im Haushalt machen. Doch kannte ich bis dahin noch nicht die „unendliche 5 Minuten Geschichte“.

Den Kindern zum Einschlafen etwas vorzulesen ist ein wirklich tolles Abendritual. Geschichte aussuchen, ins Bett kuscheln, in eine Traumwelt eintauchen und dann friedlich einschlafen. In der Theorie hört sich dies wirklich himmlisch an, aber dann kommt es meist doch etwas anders!

Schon von Anfang an habe ich mich gefragt, warum es 2, 3 oder 5 Minuten Gute-Nacht-Geschichten gibt. Kaum haben Sie angefangen, sind sie schon wieder vorbei. Schaffen es Kinder wirklich so schnell einzuschlafen? Eine absolute Traumvorstellung – zumindest für mich! So werden ganz schnell aus „Pippos 5 Minuten Piratenabenteuer“, „Flatter Fees 3 Minuten Zaubershow“ und „Marens Katzes 2 Minuten Kindergartenbesuch“ ein nicht geplanter Lesemarathon, der mit unzähligen weiteren Geschichten abendfüllend ist.

Nach einem stressigen Arbeitstag und einem intensiven Kinderbeschäftigungsprogramm am Nachmittag lese ich mich abends oft fast selbst in den Schlaf und bin manchmal innerlich etwas verärgert, wenn das Abendritual wieder einmal so lange dauert.

„Einfach konsequenter sein, strikte Regeln setzen und hart bleiben…“, bekomme ich oft zu hören, wenn ich mit Anderen über die tägliche „ich bringe mein Kind ins Bett“ Zeremonie spreche.
Auch wenn es mir an manchen Abenden schwer fällt, weil ich müde bin oder geplant hatte etwas Anderes in der kurzen „freien Zeit“ am Abend zu erledigen, so fällt es mir in diesem Fall wirklich sehr schwer konsequent zu sein. Es geht hier ja nicht um das Naschen von noch mehr Süßigkeiten oder dem Schauen von noch mehr Fernsehshows. Es geht auch nicht um das Hinauszögern des Einschlafens – zumindest bei uns nicht.
Es geht darum, dass die kleine Maus Bücher und Geschichten liebt und sie es genießt, nach einem langen Tag gemeinsam mit Mama oder Papa zu kuscheln und in tolle Phantasie-Welten einzutauchen.

Es ist so schön und kostbar, wenn Kinder Interesse an Büchern haben. Auch für die Entwicklung sind vorlesen und lesen sehr wichtig. Wie könnte ich da verärgert sein, wenn das Kind nicht genug von Geschichten bekommt? Somit bin ich regelmäßig im Zwiespalt wie konsequent ich beim abendlichen Gute-Nacht-Ritual sein soll, wenn es um die Anzahl der Guten-Nacht-Geschichten geht.


Von Eltern für Eltern. Ehrlich, offen, lustig oder ernst. Hier können Gedanken, Gefühle und Erfahrungen ausgetauscht werden. Ganz privat, aber dennoch persönlich!

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